Auf der eine Seite Leben wir viel zu oft in der Vergangenheit - in Erinnerungen an bessere Zeiten, früher war ja sowieso alles anders und besser.

Auf der anderen Seite - seit heute Leben wir aus der Zukunft - heute ist der Welterschöpfungstag.

Ab 23. September lebt die Menschheit laut Umweltorganisationen auf Kosten der Zukunft. Denn rechnerisch sind mit diesem Tag die Ressourcen verbraucht, die die Erde 2008 hergeben kann.

Nur wann geben wir der Erde Zeit um die von uns verbrauchte Energie herzugeben?

Dieser Umstand ist übrigens nicht neu, diesen Tag gibt es schon seit 1988 - 1987 konnte die Erde demnach noch mehr Energie liefern als wir verbrauchen.

Und eines ist sicher - dieser Tag wird nächstes Jahr zu einem früheren Termin stattfinden.

Geht’s nach dem Energieverbrauch von Europa bräuchten wir bereits 3 Planeten, USA braucht so viel Energie wie 5 Planeten.

Insofern wäre es wohl doch besser in der Vergangenheit zu leben - zumindest haben wir früher weniger Energie verbraucht.

-> http://www.footprintnetwork.org/gfn_sub.php?content=overshoot

Unlängst habe ich hier ja ein paar Rechnungen angestellt Betreff Speicherkapazität heutiger Festplatten, Grund war die Anschaffung einer 1TB Festplatte.

Schnelllebig wie die Festplattenindustrie ist gibt es natürlich schon wieder die nächstgrößere Generation von Festplatten. Diesmal fällt der Sprung noch größer aus: 1 TGB, also 1 TerraGigaByte!

Das würde also 1 Terra * 1 Gigabyte entsprechen, also (1024*1024*1024*1024) * (1024*1024*1024). Nachdem ich für diese Rechnung vermutlich erst den RAM ausbauen müsste überlasse ich dies dem interresierten Leser. Und Bitte auch gleich nachrechnen wieviel jetzt 1GB Speicherplatz kostet.

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In Anlehung an den letzten Post zum Thema USA, Zoll und Privatsphäre, Einbehaltung von fremden Eigentum,… kommt jetzt die passende Meldung:

TSA (das ist die Firma welche die Security-Checks macht und einem Notebook, MP3 Player & Co durchsucht und manchmal auch für die folgenden Monate nicht mehr zurückgibt) meldet das ein Notebook mit den persönlichen Daten von 33.000 Passagieren verloren gegangen ist. Und der war natürlich auch nicht verschlüsselt.

Aja. Und euch Anfängern soll ich meine Daten mitbringen damit ihr diese kopieren könnt und dann auch verliert?

Was wenn eine 300GB PATA Festplatte nach Umbau in ein externes Gehäuse der Serie OneTouch von Maxtor plötzlich nur mehr 128GB hat und alle Daten verschwunden sind?

Erstmal keine Panik und die Platte wieder in das vorherige Gehäuse einbauen? Noch immer nur 128GB… Desktop öffnen und die Platte direkt an das IDE-Kabel anschalten… auch nur 128GB… wie war das mit der Panik nochmal?

Eine Weile später findet man schließlich jemanden der ein ähnliches Problem hatte und dies mit HDAT2 lösen konnte.

Also runterladen, ISO auf CD brennen, von dieser den PC starten und erstmal in den vielen Informationen & Menüs Orientierung finden.

Da kommt man dann so nebenbei drauf das die Systemplatte wohl bald eingehen wird, sind doch schon alle relocation-Sektoren belegt und die Soft-Errors liegen weit über dem erlaubten Grenzwert. Zeit mal alle anderen Platten auch zu überprüfen.

Aber weiter im aktuellen Problem… das richtige Menü ist gefunden, welche Werte einzutragen sind ist auch einfach… nur… “Command aborted”… mehr geht nicht. Also die FAQ bei HDAT2.com konsultieren um herauszufinden:

“Some vendor-specific external drive enclosures (Maxtor) are known to use HPA to limit the capacity of unknown replacement hard drives installed into the enclosure. When this occurs, the drive may appear to be limited in size (e.g. 128 GB). In this case, one must use software utilities that use READ NATIVE MAX ADDRESS and SET MAX ADDRESS to change the drive’s reported size back to its native size.”

Aja… und warum meint Maxtor unsere Platten mal eben “verkleinern” zu müssen?

HPA steht übrigens für Host-Protected-Area, einfach gesagt lassen sich damit Sektoren vor dem Betriebssystem verstecken, die Platte meldet einfach weniger Sektoren. Hmm… vielleicht gut für den nächsten US-Grenzgang? *g*

Und eben diesen Wert setzen die Maxtor Onetouch Gehäuse auf 128GB. Frechheit eigentlich. Nach dem setzen von 2 Werten und 2 Reboots hat die Platte dann wieder 300GB und siehe da, baut man diese nochmal in das Maxtor Gehäuse ein dann traut sich dieses auch nicht mehr die Platte zu verkleinern. Na warum nicht gleich so?

Und da wir doch nicht in Panik ausgebrochen sind, die Platte weder formatiert oder partitioniert haben sind auch noch alle Daten drauf. Praktisch, doch 99% der Anwender hätten wohl als erstes mal drüberformatiert, oder? …

In jedem Fall kommt HDAT2 zu den Tools welche in jedem Schweizer Taschenmesser stecken sollte. Nicht nur wegen diesem Problem, sobald es um Festplatten geht kann man diesen damit eine Menge an Informationen entlocken.

Dann fahren wir eben doch nicht mehr nach USA wenn sich dort jeder unsere Daten kopieren darf und unser eigenes Eigentum teils monatelang vom Staat ohne Angabe von Gründen einbehalten wird.

Schade aber irgendwie, der $ wäre ja grad ganz günstig… oder doch mit leerem Notebook rüberfliegen und dann alle Daten vom eigenen Server runterladen & vor der Rückreise wieder das gleiche Spiel?

Nicht zu vergessen, die Festplatten vor der Einreise in die USA wieder entschlüsseln um keinen Verdacht zu wecken? Verzeihung, alle meine Festplatten sind verschlüsselt. Schließlich muss ich darauf achten das meine Daten im Fall eines Einbruchs oder Diebstahls nicht von anderen genutzt werden können. Sei es meine geistigen Schöpfungen, Bilder, meine selbst gerippten MP3 oder einfach meine Kennwörter, Kontonummern, Versicherungspollizen usw.

Welch Idiote anzunehmen, das ein Mensch der Böses plant, so dumm ist und euch auf diese Art ins Netz geht…

Ach ja… Klar, ich habe nichts zu verbergeben! Dennoch finde ich das meine Daten mir gehören und niemanden etwas angehen. Sei es meine Kennwörter, meine eigene Buchhaltung, irgendwelche Notizen oder meine eigenen kreativen Schöpfungen - selbst geschriebene Software, Bilder, selbst komponierte Musik oder sonst was eigenes. Nach dem Artikel müsste ich ja dann auch meine Passwortdatenbank entschlüsseln und jeder hätte meine TANs. Für welche ich aber haftbar bin,d.h. Banken können sich dann rausreden da der US-Zoll meine TANs kopiert hat und ich das zugelassen habe?

Von Kundendaten wo es heutzutage üblich ist Datenschutzvereinbarungen zu unterschreiben reden wir mal lieber nicht. Einzig die automatische Strafzahlung an den Kunden bei Grenzübertritt fehlt noch. Vielleicht kann das der Zoll ja dann auch gleich veranlassen? “Liebe Fa. XYZ, wir haben gerade völlig legal von Ihrem Lieferanten Daten über Sie kopiert. Er hat zwar protestiert, hat aber ohnehin keine Rechte bei uns. Wir dachten das wir Sie über diesen Umstand informieren da wir im Namen Ihres Lieferanten eine Straftat begangen haben und Sie diesen jetzt rechtlich belangen können. Für eine Auslieferung übermitteln Sie uns Bitte das Formular 21c…”

Hier bleibt der Bürger zwischen 2 Stühlen am Boden sitzen, beide Seiten putzen sich ab und zucken lächelnd mit den Schultern.

Danke Nein.

Eigentlich geht es aber wohl um was anderes - war ja schon vor Wochen in diversen Artikeln zu lesen - es sollte festgestellt werden ob etwa illegale Kopien von urheberrrechtlich geschützten Werken gespeichert sind. Na gut, das kann ich ja noch nachvollziehen, Kunstwerke oder Schätze schmuggeln ist ja auch nicht erlaubt. Nur wie soll das mit der Beweisführung von statten gehen? Kann mir jemand erklären wie der Zoll beweisen will das etwa eine MP3-Datei illegal kopiert ist? Oder eben legal da ich ja die dazugehörige CD daheim habe? Oder muss ich zu Beweiszwecken meine gesamte CD-Sammlung mitnehmen, nur mal eben für den Zoll?

Und was ist mit DRM-gesicherter, legal erworbener Musik wenn Yahoo oder MS Ihre Lizenzserver abdrehen und die Kunden dazu auffordern die Musik eigentlich illegal zu rippen? Stiften dann Yahoo & MS zur Straftat an? Gemäß DMCA ist ja die Anleitung dazu auch schon strafbar.

www.heise.de/newsticker/Bestaetigt-US-Zoll-darf-Laptops-durchsuchen–/meldung/113690

 

Bestätigt: US-Zoll darf Laptops durchsuchen

Das US-Heimatschutzministerium bestätigte nun offiziell, was bereits seit längerer Zeit von Betroffenen und Bürgerrechtsgruppen berichtet wurde: US-Bundesbeamte dürfen bei Zollkontrollen die Daten auf Notebooks und anderen elektronischen Geräten wie etwa MP3-Playern oder Mobiltelefonen und Datenträgern bis hin zu Audiokassetten oder Notizblöcken durchsuchen.

Darüber hinaus dürfen auch Kopien der darauf befindlichen Inhalte angefertigt werden. Sogar die Weitergabe an Unternehmen aus der Privatwirtschaft ist erlaubt. Als Begründung nannte das Ministerium, dass die Behörden eventuell eine Verschlüsselung nicht knacken könnten und in solch einem Fall auf die Hilfe Dritter zurückgreifen würden. Aber auch Dokumente in fremden Sprachen und “andere Gründe” würden solch eine Weitergabe rechtfertigen.
Nach der Auskunft, die das Ministerium der Washington Post gab, müssen einbehaltene Geräte und Datenträger zwar nach einer “angemessenen Frist” wieder zurückgegeben werden, allerdings gab es bisher mindestens einem Fall, in dem ein Reisender mehrere Monate warten musste, bis er sein Eigentum wieder ausgehändigt bekam.
Da nicht klar ist, inwieweit verschlüsselte Daten ein grundsätzliches Interesse bei amerikanischen Bundesbeamten wecken, sind Geschäftsleuten nur dann auf der sicheren Seite, wenn sie sensible Daten auch bei Reisen nur über VPN-Verbindungen vom heimischen Server in die USA transportieren. (pem/Telepolis)

Und wenn ich schon bei Lächerlichkeiten welche sich die US of A wieder mal erlauben bin - das tolle Einreiseformular gibt es ja jetzt online. Gut, der Sinn davon ist klar, bringt ja auch uns nichts. Bin ich Terrorist habe ich bisher erst im Flieger das Kreuzchen beim “Ja” hinter der Frage “Sind Sie Mitglied einer terroristischen Organisation?” gemacht und musste wieder heimfliegen. Jetzt darf ich gar nicht erst wegfliegen. Irgendwie also schon praktisch. Nur gilt diese “Reiseerlaubnis” jetzt für 2 oder 3 Jahre. Was wenn sich in diesem Zeitraum seit 2 Flügen etwas ändert? Egal, oder?

 

Besser noch ist aber die Frage ob man an Krankheiten/Seuchen leidet… Hier müssen wohl die meisten Personen mit “Ja” antworten. Nikotinsucht, Alkoholsucht, Herpes, Aids,… in Summe lassen sich denke ich einige “Krankheiten” finden welche beim Großteil der reisenden ein “Ja” erforderlich machen würden.

Kann man nur hoffen das der nächste Tourstart der Lieblingsband nicht in US of A stattfinden wird.

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