Dieser Tage beginnt ja die Euro… wie man nur unschwer dem Titel dieses Posts entnehmen kann gehöre ich zu dem 1/3 Österreicher die das nicht kratzt.
Im Gegenteil, mittlerweile kotzt es mich an.
- 80% der Firmen nutzen dieses Event in der einen oder anderen Form für Werbung. Vom Supermarkt, Handybetreiber, Bank, Getränkehersteller, FastFood-Kette, Sportgeschäft,…
- Zeitungen schreiben seit Monaten schon viel zu viel
- Das TV-Programm der nächsten Wochen wird sich noch seltener abwechseln wie manche ihre Unterwäsche wechseln sollen
- Plakate wo man hinschauen kann
- In jedem Stück grüner Wiese in Wien stehen hässliche Papp/Holz figuren welche Fussballspieler stilisieren sollen. Wo sind die schönen Blumen?
- Bei jeder Gelegenheit reibt einem jemand “Euroflyer” unter die Nase
- Jeder DAU hat Fahnen am Auto - Massenmanipulationstest, durchgefallen!
Und überhaupt, “Fanzonen”. Da höhrt es ja überhaupt schon auf. Was darf man dort? Werbung der Sponsoren konsumieren und Geld ausgeben. Sonst noch was? Nein. Dort darf man als Privatperson nicht rein mit einem TShirt wo z.B. ein Konkurrenzprodukt der offiziellen Sponsoren drauf ist. Oder wenn die Tasche zu groß ist. (Also erst nach hause Tasche abgeben und dann wieder zurück? haha!) Oder die Kamera “professionell” ist. Was sollte ich dort fotografieren? Werbeplakate?
Und wer wird feststellen ob ich da rein darf oder nicht? Wie immer inkompetentes Personal und der Deckmantel “Es ist ja nur zu ihrer eigenen Sicherheit”. *kotz* Ich kann auf mich selbst aufpassen, brauche euch nicht. Danke auch.
Warum sollte sich das eigentlich ein Fan antun? Aja, vielleicht der “billigen” Bierpreise (4,5€, wird schon dem Gastronom von der Brauerei um 40% verteuert verkauft…) oder der Schnäppchen wie einem Döner um 5€ wegen…? Abgesehen davon das einem dort natürlich nur Sponsorenware vorgesetzt wird. Immerhin gibt es eine “großzügige” Ausnahme. Aber natürlich nur stilgerecht im Pappbecher.
Mein Beileid auch an die Anrainer der Fanzonen! Bezahlt euch der Veranstalter eigentlich ein Monat Urlaub, Verdienstentgang und Ersatzunterkunft?
Anreiner am Praterstadion mit 2 Autos bekommen so z.B. nur eine Einfahrtsgenehmigung für ein Auto. Toll, oder? Schließlich haben wir das 2. Auto ja zum Spaß angeschafft, zahlen Steuer, Sprit, Versicherung doppelt weil wir das zweite Auto ja eh nicht brauchen.
Hier meint die Bezirksvorsteherin der Innenstadt:
Bleiben Sie während der Euro in der Stadt? Und kennen Sie viele, die für die drei Wochen flüchten?
Stenzel: Ob es viele sind? Ja, viele sagen mir, dass sie wegfahren.
Aja und bei den hellen Köpfe welche jetzt Extra EM-freie Events geht’s ja weiter…
Naja, Fussball polarisiert eben auch…
Auf der anderen Seite hat es positives:
- Die Stadt wird mich weniger sehen, ich spare somit Geld, Zeit & Nerv
- Weniger Fernsehen?
- Ja: 123 Stunden Liveübertragung, zudem unzählige Nachrichten- und Unterhaltungssendungen warten auf fußballaffine TV-Zuseher. Wer nicht dazugehört, schaut Rosamunde Pilcher oder durch die Finger.
- Oder doch nicht? -> 98 Stunden/236 Folgen Friends gefällig?
- Naja, die Festplatte quillt zum Glück durch EM-Vorratsaufnahmen über.
- Mehr draußen, mehr unternehmen
- Umso voller die Stadien und die Fanzonen sind desto weniger Leute sind anderswo. Sehr gut
Schade das es hier immer weniger um den Sport geht, bzw. das dies in einer von der Wirtschaft & Geldgeilheit getriebenen Gesellschaft einfach nicht mehr anders geht. Traurig. Reingewinn 250 Mio. Euro. Heute im Frühjournal war von 1,2 Milliarden die Rede. Oh, noch eine großzügige Ausnahme von meinem “zweitliebsten” geldgeilen Sportverein. Ist doch schon überaus selbstlos von diesem Herren, Danke aber auch.
743 Tonnen CO2 brauchen Stadion & Fanzone… und wir werden dann wieder von der EU genötigt kleinere Autos zu fahren, des CO2 wegens… klar, gerne doch. Oder gleich gar nicht fahren, dann bleibt der Stau aus und CO2 wird auch gespart. Nur sind die Öffis jetzt schon überfüllt zur Rush Hour.
so, jetzt gehts besser. zumindest kurzfristig


June 8th, 2008 at 9:25 pm
[...] gilt diese Frage auch für die Nachbarn aus Österreich, denn man munkelt, die Ösis hätten nicht viel übrig für´s Spiel mit dem runden Ball. Der gemeine Schluchti Nachbar im Südosten freut sich [...]