barisign

Tag 2 unserer Reise nach Süditalien - 120km geht es Richtung Süden, entlang der Küstenstraße, das Ziel ist Bari. Engste Wege zwischen den Häuserschluchten, Wohnzimmer auf ebendiese verlegt, Touristen, Mofas und trotz zentimetergenau zu kleinen Pfaden immer wieder Autos inmitten der Massen. Aber der Reihe nach…

Sonntag ist’s, das Frühstück war nicht ausgieber wie gestern, die Sonne brennt bereits um 9 vom Himmel und ist nicht mehr erträglich. Also ab ins Auto, weiter Richtung Süden. Von Manfredino nach Bari sind es knapp 120 Kilometer. Entlang der Küstenstraße ist eine ebenso interresante wie trostlose Gegend. Viele Äcker, Industriegelände - teils verlassen, teils adaptiert für kleinere Firmen. Dazwischen mal eine kilometerlange Saline und immer wieder Ortschaften.

Entlang der flachen Küste finden sich Ortschaften wie Margherita di Savoia - Barletta - Trani - Bisceglie - Molfetta - Giovinazzo.

Ein netter kleiner Hafen in diesen Ortschaften, eventuell eine kleine Promenade und ein Hauptplatz. Je nach Größe gibt es dazu mehrere Randbereiche mit Siedlungen und mehr oder minder schäbigen Durchzugsstrassen. Einen eigenen Charme hat aber jede dieser Ortschaften.

Allen gemeinsam ist es auch das es hier viele Nachbauten aus Bari gibt - seinerzeit wurde versucht möglichst Nahe an die übermächtige Hauptstadt heranzukommen. Und sei es nur durch Nachbau der Kirchen.

Barletta ist hier eine der größeren Städte, wendet man dem Meer den Rücken zu so wirkt diese Stadt eher mitteleuropäisch denn südländisch.

Besonders schön ist die Gegend in & um Trani. Entlang der Durchzugsstrasse kann man aufgrund der zahlreichen Steinhalden, Kräne und Steinhandelsfirmen zurückschließen wie die Küste hier aussieht. Und so ist es dann auch - 3 kleinere Buchten eingeschlossen und voneinander abgegrenzt durch helle Kalksteinklippen. Die normannische Kathedrale San Nicola Pellegrino liegt direkt am Meer - äußerst malerisch. Hier musste wir natürlich auf einen kurzen Spaziergang, Kaffee und Gelatie stoppen. Die Sight-Seeing Tour wurde dann im Auto vorgenommen, schließlich waren wir schon am Rückweg von Bari, angestrengt und ich wollte doch auch mal wie die Italiener durch die engsten Gassen fahren. Aber zurück im Programm, ich bin ja schon am Heimweg. Dabei waren wir ja noch nicht mal im Süden.

An Bisclegie nagt bereits der Zahn der Zeit, scheinbar wurden hier noch nicht viele EU-Gelder zur Renovierung gesichtet. Dieser Ort ist geht schon Richtung Verfall und zentriert sich um den Hafen - hier herrschte früher wohl einmal reger Handel.

Ein gutes Stück weiter Richtung Süden liegt Molfetta, hier fällt besonders der große pompöse Hauptplatz auf, umringt von alten Gebäuden und einer engen Durchzugsstrasse. Am Rückweg von Bari war dann ein Stopp im Hafen fällig, ein spätes Mittagessen war angesagt in der Tratorria “I Due Foscari”.

Durch Giovinacci ging es im Eiltempo durch, das hatte zwar keinen tieferen Grund, daher fällt an dieser Stelle aber auch ein Bericht dieser Ortschaft aus.

Damit fehlen noch die Vororte von Bari: Santo Spirito & Balese. Entlang der Schnellstraße finden sich viele Häuser mit Gärten, Richtung Meer ist dann die Villengegend - ganz ähnlich zu anderen Vororten. Sonst gab er hier aber nichts besonderes zu entdecken.

Weiter also nach Bari. Kurz nach dem Hafen, vor der Festung werden wir von der Straße gewunken, hier wird niemand durchgelassen. Also Stopp, Parkplatz gesucht und per pedes weiter. Ein paar mal ging es wohl durch die selben Häuserschluchten, in der Altstadt hier ist alles so verwinkelt - Venedig hätte sich ein Vorbild nehmen können. Ob der kleinen Wohnküchen wird das Wohnzimmer hinaus auf das schmale Stück Steinstrasse welches die Häuser trennt verlegt. Zusammen mit Kaffeehäusern, Lokalen, Touristen, Radfahrern, Mofas und Autofahrern ergibt sich so ein recht lebhaftes Straßenbild auf allerengstem Raum.

Die Basilica verziert mit Deckenmalereien welche durch den Einsatz bemalter Fresken 3-dimensional ausgebildet werden.

Die Einwohner von Bari - durchwegs freundlich - dürften alle das gleiche Hobby haben - oder einen entsprechend schlechten Fernsehempfang. Zumindest auf den Dächern der Altstadt finden sich hunderte Antennen welche mindestens 10 Meter in den Himmel ragen.

Rund um die Altstadt findet sich eine pulsierende Stadt mit südländischem Flair - genau so haben wir uns das vorgestellt.

Am Rückweg ins trieste Manfredino haben wir die bereits oben erwähnten Stopps eingelegt um perfekt getimed mit den ersten Regentropfen unser Hotel zu betreten. Der Abend wurde dann auf der Terasse unter einem schützendem Dach mit vino rosso besiegelt.

Leave a Reply

Close
E-mail It